Aktuelles

Leserbrief von Gerhard Witte zum Artikel in der Rheinischen Post über den Besuch des IVL bei LogProject und Antwort des Leiters der RP-Redaktion Langenfeld/Monheim

Die Berichterstattung in der Rheinischen Post von heute über den Besuch des Langenfelder Industrievereins bei LogProject, in den neuen Hallen am Winkelsweg, veranlasste den IVL- Vorsitzenden Gerhard Witte zum folgenden Brief an den Redaktionsleiter, verbunden mit der Bitte um Klarstellung.

Sehr geehrter Herr Meisel,

die Berichterstattung in der RP von heute über den Besuch des Langenfelder Industrievereins bei LogProject in den neuen Hallen am Winkelsweg erweckt – mindestens in Ihrem Kommentar – einen irreführenden und tendenziösen Eindruck. Wir haben am 10. März beim IVL-Stammtisch in der fast zweistündigen Führung gegenüber der LogProject-Geschäftsführung auch die Themen angesprochen, die in Ihrem Vorbericht vom 12.02.2020 als kritisch beschrieben wurden. Es ging in Ihrem Text – aber auch in Vorab-Gesprächen zwischen dem IVL und dem Langenfelder Verwaltungsvorstand – u.a. um die Verkehrssituation auf der Schneiderstraße und die großen Lade-Tore. Genau diese Themen wurden vertieft erörtert, auch aus dem Kreis der Teilnehmer kamen kritische Fragen. Uns wurde z. B. glaubhaft erklärt, warum große Ladetore nicht zwingend eine bestimmte Verkehrsmenge bedeuten. Natürlich sind auch wir neugierig auf die erhofften neuen Mieter, respektieren jedoch die Zurückhaltung des Investors.

Mit Ihrem Satz „[…] Witte (erteilt) den Investoren quasi Absolution“ widersprechen Sie meinem korrekten Zitat im übrigen Text, nämlich dass „bestehende Befürchtungen zum großen Teil ausgeräumt werden konnten“. Woher Sie als Nichtteilnehmer diese Schlussfolgerung ziehen, ist mir rätselhaft. Der objektive Bericht Ihres Mitarbeiters vor Ort bietet keinen Anlass zu solchen Deutungen. Hier entsteht fast der Eindruck, dass Sie einen Konflikt zwischen Stadt und Investor herbeischreiben wollen, den es so nicht gibt. Aktuell bestehen beim Industrieverein keine Zweifel, dass die Stadt die mit Blick auf die Gesamtsituation an diesem Standort notwendigen Beschränkungen auferlegt hat, und dass LogProject diese Auflagen erfüllt.

Mit freundlichen Grüßen

Gerhard Witte

 

E-Mail des Leiters der RP-Redaktion Langenfeld/Monheim an Gerhard Witte, vom 20.03.2020, 21:18 Uhr, als Reaktion auf den Leserbrief

Sehr geehrter Herr Witte,

auf die Schnelle (Corona-arbeitsbedingt) eine Antwort auf Ihr ja offensichtlich weit gestreutes Rundschreiben mit persönlicher Anrede. Übrigens ein – gelinde gesagt – seltsames Vorgehen.

Dass Log Project die gesetzlichen Auflagen und städtischen Beschränkungen erfüllt, habe ich in meinem Kommentar nicht bestritten. Den Konflikt zwischen der Stadtspitze und dem auf Gewinn orientierten (was ja nichts Verwerfliches ist) Investor sehe ich nach meinen Recherchen sehr wohl – nicht nur wegen der Geheimniskrämerei auch gegenüber dem Rathaus. „Klarzustellen“ gibt es für mich somit nichts. Die Umweltzone Schneiderstraße wurde in den vergangenen Jahren aufwändig von Lkw-Verkehr befreit, um den Stickstoffdioxid-Gehalt in der Luft unterhalb des EU-Schadstoff-Grenzwerts zu bringen. Und es bleibt abzuwarten, ob tatsächlich die angekündigten bis zu 700 zusätzlichen Jobs kommen.

Vielleicht stellen Sie diese Entgegnung ja zu Ihrem „Leserbrief“ auf der eigenen IVL-Homepage.

Mit freundlichen Grüßen

Stephan Meisel (Leiter der RP-Redaktion Langenfeld/Monheim)