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IVL-Stammtisch im Langenfelder Rathaus

Regelmäßig informieren sich die Mitglieder des Industrievereins über andere Betriebe vor Ort. Fast 100 Besucher nutzten beim Januar-Stammtisch die Möglichkeit, mehr über die Stadtverwaltung zu erfahren. Bürgermeister Frank Schneider, Beigeordnete Marion Prell, Stadtkämmerer Thomas Grieger und drei Fachbereichsleiter erläuterten im Sitzungssaal des Rathauses die Aufgaben einer Kommunalverwaltung und ihrer mehr als 800 Mitarbeiter.

Saal während der Begrüßung durch Gerhard Witte

Die „Verwaltungsbank“, von links: Frank Kölzer, Ulrich Beul, Thomas Grieger, BM Frank Schneider, Marion Prell und Ulrich Moenen

Bei der fast zweistündigen Veranstaltung standen neben allgemeinen Fragen zur Situation der Kommune, aktuellen Problemen und den Stadtfinanzen die Bereiche im Focus, die die örtliche Wirtschaft unmittelbar berühren. Vom Fachkräftemangel ist auch die Verwaltung betroffen, der Leiter des Referates Umwelt und Verkehr ist pensioniert, zwei Fachbereichsleiter werden noch im Laufe des Jahres ausscheiden. „Vielleicht gibt es gemeinsame Strategien“, bot IVL-Vorsitzender Witte an. Marion Prell sprach über die Integration von Flüchtlingen in den Arbeitsmarkt und bot mit Blick auf die ZWAR (Zwischen Arbeit und Ruhestand)-Gruppen an, in den Firmen ggf. bei „nachberuflicher Sinnsuche“ zu helfen. Ulrich Moenen, zuständig für Schulen und Kindergärten, warb für betriebliche Kindertageseinrichtungen, „ein Gewinn für alle“. Die Digital-Offensive, 1,2 Mio. Euro aus dem Digitalpakt NRW für Langenfelds Schulen, sieht Moenen mit Blick auf fehlende Kompetenz bei den Lehrkräften kritisch.

Neugierig waren die IVL-Mitglieder auf den neuen Referatsleiter Allgemeine Bauverwaltung, den städtischen Wirtschaftsförderer Thomas Zacharias. Der 45-jährige Diplom Geograph stellte in seiner kurzen Vorstellung klar, dass er “kein fertiges Konzept“ für den Standort  habe, das wolle er vielmehr „mit den individuellen Akteuren entwickeln“. Fachbereichsleiter Ulrich Beul erläuterte das angestrebte städtische Mobilitätskonzept und das fortgeschriebene Klimaanpassungskonzept.

Der Bürgermeister, auch „Kulturdezernent“, sprach – Stichwort weiche Standortfaktoren - begeistert über den Büchereiumbau und die Überlegungen zur Wasserburg Haus Graven, bei der er auf Stiftungs-Beteiligungen der lokalen Firmen hofft.  Zu seinen Bemühungen um einen flächenschonenden Ausbau der A 3 zwischen Leverkusen und Hilden bat Schneider um klare Unterstützung des IVL.

Schaubilder des Stadtkämmerers Grieger zeigten die solide Finanzlage, trotz der bis 2021 beschlossenen Steuersenkungen. Anlass für Schneider auf die geplanten Steuersenkungen in Leverkusen einzugehen, die ihn nicht unmittelbar besorgen. „Wir kennen durch Monhein die Konkurrenzsituation“. Er befinde sich zu dem Thema in enger Abstimmung mit dem Monheimer Kollegen, „der (auch) keine Abwanderungen befürchte“. Schneider ließ aber keinen Zweifel, dass Abwanderungen ggf. massive Auswirkungen auf die Kreisumlage hätten. Mit der Zusicherung Schneiders und Wittes, die wechselseitige Zusammenarbeit fortzusetzen,  folgten Imbiss und individuelle Gespräche.

Text & Fotos: Martin Mönikes