Sommerstammtisch des Industrievereins Langenfeld

Sommerstammtisch des Industrievereins Langenfeld


Beim traditionell gut besuchten Sommer-Stammtisch des Industrievereins Langenfeld auf der Wasserskianlage konnten sich die sportlichen Gäste bei 21 Grad Wassertemperatur der Seen zunächst an Wakeboards und klassischem Wasserski versuchen. „Besondere Talente sind nicht aufgefallen, alle hatten Spaß, und niemand ist zu Schaden gekommen“, fasste Seniorchef Johannes Sühs den fröhlichen Auftakt zusammen. Clemens Schmees begrüßte die Gäste anstelle des verhinderten Vorsitzenden Gerhard Witte. Dabei wies er auf das Sommerfest des Industrievereins hin, das am 21. September 2019 als „Nacht des Langen(f)geldes“ in der Stadtsparkasse stattfindet.

Die Referenten des Abends sprachen Themen an, die alle Firmenchefs interessierten: Energieeffizienz und Digitalisierung in Schulen. Prof. Dr. Thorsten Schneiders von der TH Köln, der mit zwei wissenschaftlichen Assistenten ein Strom-Energie-Monitoring als Forschungsprojekt an der Wasserskianlage durchgeführt hatte, ermunterte auch kleinere Unternehmen, mittels smarter Technik Verbräuche für einzelne Bereiche online zu messen, um zu erkennen, wo welche Strommengen regelmäßig verbraucht werden, wo Spitzenlasten auftreten, um ggf. gegenzusteuern. Im Rahmen seines Projektes bot er an, auch in anderen Langenfelder Firmen für solche Erkenntnisse zu sorgen.

Ralf Hagelüken sprach über den „Weg zur digitalen Schule“. Seine Kompetenz erlangte der in Langenfeld wohnhafte Leiter einer Düsseldorfer Bezirksverwaltungsstelle an zwei Punkten. Im Stadtteil trägt er als „Schulträger“ Verantwortung für 70.000 Einwohner mit verschiedenen Schulformen, hier vor Ort ist er der Vorsitzende des Fördervereins des Konrad-Adenauer-Gymnasiums. Schon mit Blick auf die finanziellen Größenordnungen ist die Beschaffung von „Technik“ immer ein Thema (auch) für Schulvereine. Der Industrieverein, der sich seit langem anbietet, die Digitalisierung der Langenfelder Schullandschaft zu fördern, freut sich über seine Beratungskompetenz und konkreten Ansätze.

Das Verständnis für die Notwendigkeit und konkreten Folgen der Digitalisierung ist an Schulen noch immer zu gering, warnt Hagelüken, obwohl „die analoge Eisscholle immer schneller schmilzt“. In Deutschland verfügen 6,5 % der Schüler über ein für den Unterricht nutzbares Endgerät, europaweit sind es 16 % in Skandinavien sogar 40%. Er beschreibt die veränderten Möglichkeiten: „Die eigene Recherche führt zu nachhaltigerem Lernen“. Der Lehrer wird entlastet, wenn er in Einzelfällen Lernvideos nutzt, während er sonst bei langsamen oder erkrankten Schülern immer wieder eigene Zeit investieren muss, bis der letzte den Stoff verstanden hat. Ein weiterer Aspekt „mobiles Gerät lacht nicht aus“, auch der zurückhaltende Schüler hat weniger Scheu, seine Meinung einzubringen. Auch die Förderung guter Schüler, eine weitergehende Differenzierung, ist mit Technik leichter. Lehrer müssen bei der Digitalisierung ertragen können, dass Schüler mehr wissen als sie. Hagelüken erlebt an einer Hauptschule in D-Rath, einer anerkannten „Apple Distinguished School“, dass nicht nur im Klassenraum gelernt wird. Inzwischen sind auch dort Flure usw. mit Sitzmöglichkeiten ausgestattet, wo Gruppenarbeiten stattfinden können.

 

Text & Fotos: Martin Mönikes, 10.07.2019
Video (siehe unten bei "Links"): Nicholas Schmees

 

 

Wasserski-Spaß

Besucher

Begrüßung durch Clemens Schmees

Prof. Dr. Thorsten Schneiders mit seinen Assistenten

Ralf Hagelüken beim Vortrag