Jahresrückblick des Vorsitzenden Gerhard Witte

Jahresrückblick des Vorsitzenden Gerhard Witte


Sehr geehrte Damen und Herren,

liebe Mitglieder und Gäste,

 

nach einem Jahr aktiver Verbandsarbeit möchte ich mich bei den Mitgliedern, Vorstandskollegen, Referenten und Gästen des Industrievereins Langenfeld für die rege Teilnahme an unseren Veranstaltungen herzlich bedanken und erlaube mir gleichzeitig einen kurzen Rückblick.

Es war auch in 2015 unsere wichtigsten Aufgabe, eine Kommunikationsplattform für alle Langenfelder Unternehmer und die lokalen Entscheidungsträger aus Verbänden, Verwaltung, Politik und Dienstleistern anzubieten. Dabei gelingt es, in entspannter Atmosphäre zu netzwerken und über aktuelle Entwicklungen zu diskutieren, die über die eigene Branche und den Standort hinaus bedeutend sind. Der Vorstand versucht zusätzlich, die Flut ihn erreichender Informationen, Rundschreiben und Einladungen den Mitgliedern komprimiert zur Verfügung zu stellen.

Insgesamt blicken wir auf ein gutes Jahr zurück, in dem wir aber auch völlig neue Herausforderungen erlebten. Seit 25 Jahren erfreuen wir uns an der deutschen Einheit, Angela Merkel ist seit zehn Jahren Kanzlerin. Für Unternehmer stellen sich allerdings auch kritische Fragen: Trotz immer höherer Steuereinnahmen wird der Soli nicht abgeschafft, und die Verbesserungen der Infrastruktur lassen auf sich warten. Nicht nur die Rheinbrücke in Leverkusen ist marode, sondern zunehmend viele Straßen und Brücken sind dringend sanierungsbedürftig. In Langenfeld ist die Verkehrssituation immer noch nicht befriedigend und durch Dauerbaustellen geprägt. Durch die Erschließung des Neubaugebietes in Berghausen und die Sanierung der A 542 drohen auch für 2016 verkehrstechnische Belastungen für alle Bürger und Unternehmen.

Die Flüchtlingskrise hat uns kalt erwischt. Das Thema spaltet aktuell Deutschland, und kritische Fragen werden oft vorschnell als fremdenfeindlich abgetan. Auch die Langenfelder Verwaltung weiß nicht, ob sie im nächsten Jahr 1000 oder 1500 Flüchtlinge unterbringen muss. Die Chancen, junge Flüchtlinge in den Arbeitsprozess zu integrieren, sind bisher eher theoretisch; denn die erforderlichen Rahmenbedingungen fehlen. Nur mit klaren Regelungen wird die Integration gelingen, Stichwort: Willkommens-Strukur – statt (nur) Willkommens-Kultur.

Für die meisten Langenfelder Unternehmen war 2015 ein erfolgreiches Jahr mit den üblichen Wellenbewegungen. Allerdings wird es für Bürgermeister und Kämmerer schwieriger, das wesentliche Langenfelder Alleinstellungsmerkmal „schuldenfreie Stadt“ zu erhalten. Auch die zielgerichtete Vermarktung der neuen Gewerbeflächen braucht offensichtlich mehr Zeit. Die Voraussetzungen, in Langenfeld zu leben und zu arbeiten, sind nach wie vor ideal. Dennoch: Viele Büros lassen sich nur schwer neu vermieten, und auch bei den Geschäften in der Stadtmitte beobachten wir Leerstände. Der Druck der Nachbarstadt Monheim, die erneut die Gewerbesteuer senken, wird größer. Der Industrieverein unterstützt daher die Überlegungen, auch in Langenfeld den Hebesatz auf höchstens 300 Punkte anzupassen, um wettbewerbsfähig zu bleiben. Natürlich wissen wir, dass alleine ein günstiger Gewerbesteuersatz nicht standortentscheidend ist, wichtiger ist der gesunde Branchenmix. Er macht unabhängig von Konjunkturschwankungen und den Steuerlaunen von Großkonzernen.

Der Vorstand setze auch in 2015 seinen Dialog mit dem Bürgermeister und der Stadtverwaltung fort, um wechselseitig frühzeitig Informationen auszutauschen, von Fragen zur Ansiedlung neuer Unternehmen bis E-Mobilität, Glasfasernetz und Windkraft.  Wir werden als Industrieverein ernst genommen und unsere Anregungen konstruktiv umgesetzt. Für diese sehr offenen Gespräche danken wir herzlich, ebenso für die hilfreichen Kontakte zu den Unternehmerverbänden in Mettmann, Ratingen, und zur IHK.

Aktuell haben wir ca. 160 aktive Mitgliedsunternehmen im Industrieverein-Langenfeld. Unsere regelmäßigen Stammtische nutzen wir gerne zum Besuch von Mitgliedsunternehmen, in 2015 konnten wir uns bei Deinzer umsehen, die Stadtwerke informierten über das entstehende Glasfasernetz. Einmal mehr nutzten wir die Wasserskianlage unseres Mitglieds Johannes Sühs  für ein fröhlich-entspanntes Treffen. Auf dem Oktoberfest ehrten wir Peter Dücker als „Unternehmer des Jahres“. Mit der Mitgliederversammlung auf Dückeburg Anfang Dezember und dem RP-Chefredakteur Michael Bröcker als Referent gelang ein ganz besonderer Jahresabschluss.

 

Zum Schluss ein erster Ausblick auf 2016:

Am Dienstag, den 12. Januar 2016, findet unser Stammtisch wie gewohnt in der Stadtpassage Hauptstr. 116, 40764 Langenfeld statt.

Die nächsten Stammtische 2016 werden soweit nicht anders rechtzeitig angekündigt jeweils dienstags, um 19:00 Uhr, in der Stadtpassage, Hauptstr. 116, 40764 Langenfeld stattfinden. Die weiteren Termine sind am, 8.3., 10.05., 12.07. (voraussichtlich wieder am Wasserski), 13.09. und 8.11.2016 (voraussichtlich wieder im Berghausener Blumentopf).

Vom 14. bis 17. April 2016 planen wir unsere Unternehmerreise nach Kroatien. Bitte notieren Sie auch diesen Termin. Anmeldungen sind auf der Mitliederversammlung möglich. Die Anzahl der Teilnehmer ist aus organisatorischen Gründen beschränkt. Wie immer gilt: Wer zuerst dabei ist fährt.

Ich möchte Ihnen im Namen des gesamten Vorstandes ein frohes und gesegnetes Weihnachtsfest im Kreise Ihrer Liebsten wünschen. Das Jahr 2016 möge Ihnen mit Ihren Unternehmen den gewünschten geschäftlichen Erfolg bringen sowie Ihnen und Ihren Angehörigen Gesundheit und Glück.

 

Mit freundlichen Grüßen

Ihr Gerhard Witte